italiangreyhound

del vento rosso

haben wir uns entschlossen unsere Wurfplanung mit unserer Hündin Gerona de Valverde Santo mit dem Rüden Donnato Cantante vorzuverlegen.





Das italienische Windspiel sucht stets die Nähe zum Herzen

Rasseporträt von Marianne Bunyan:

Allgemeines:

Als Alleinunterhalter unter den Windhunden wird das zarteste und kleinste Hündchen der FCI Rassegruppe 10 gerne bezeichnet, will sagen: ein Windpsiel hat man niemals so nebenbei. Das Windspiel liebt die Annehmlichkeiten des Lebens, besonders die feine Gesellschaft von Artgenossen oder die ständige Zusprache seines geliebten Meisters. Die filigranen Tierchen, die jederzeit alles daransetzen bei ihrem Besitzer möglichst auf den Arm zu sitzen, springen dazu auch hinauf, überall und in jeder Situation .-. natürlich aus dem Stand. Es sind kokette und auf Aufmerksamkeit bestehende energische kleine Windhunde, die ihren Kopf durchsetzen um den Komfort zu erlangen, der ihnen gemäß ist.

Das hochgezüchtete, feingliedrige Geschöpf sieht sehr zerbrechlich aus, hat aber ein robustes Gefüge und ist bei guter und sorgfältiger Zucht und Aufzucht sogar in der Lage wie ein "großer" Windhund ein Hunderennen über die Mordsdistanz von 450 m unbeschadet zu überstehen. Das künstliche Hetzobjekt ist oft genauso groß wie das kleine Hündchen, aber der Hetzinstinkt kann ebenso geweckt und gefördert werden wie beim Greyhound. Im englischen Sprachraum wird das italienische Windspiel auch als Italien Greyhound bezeichnet. Ambitionen für das Hunderennen sollten aber beim Windspiel niemals Maßstab für die Anschaffung sein.

Die italienischen Windspiele sind die kleinsten Vertreter innerhalb der vielfältigen Gruppe der Windhundrassen und sollten bei einer Schulterhöhe zwischen 32 und 38 cm mit dem Wachsen aufhören. Die Zahl der Liebhaberzüchter ist extrem klein, denn die Zucht dieser widerstandsfähigen aber anspruchsvollen Hunde ist mehr als eine Herausforderung. Extreme Größenbeschränkung und Farbvorschriften sind nur zwei Punkte, die als Erschwernis herauszustellen sind und durchnittlich 20 Welpen im Jahr in Deutschland resultieren aus den Zuchtbemühungen.

Ursprung und Geschichte

Vor der Jahrhundertwende wurden grundsätzlich alle Windhunde als Windspiele, oder Beizwinde bezeichnet. Es gibt noch heute alte Bücher in denen der Saluki als persisches Windspiel oder der Barsoi als russisches Windspiel beschrieben ist. Friedrich der Grosse hatte Windspiele, in zeitgenössischen Texten ist an einer Stelle näher erwähnt, daß es sich um "englische" gehandelt haben soll. Das, was wir heute unter der Rassebezeichnung italienisches Windspiel kennen ist eine "Neuauflage" der kleinen Miniaturwindhunde nordafrikanischen Ursprungs und hat nichts mit den okzidentalen Windhunden wie Greyhound und Whippet gemein, weder in der Erscheinung noch im Charakter. Italien hat den Anspruch angemeldet für das italienische Windspiel als Herkunftsland verantwortlich zu sein. Seit dem gilt unser modernes Windspiel offiziell als italienischen Ursprungs und man begründet den Zusammenhang damit, daß Julius Caesar diese kleinen Miniaturwindhunde einst von der ägyptischen Königin Cleopatra zum Geschenk erhielt und mit nach Italien brachte.

Tatsächlich erinnert die Gesamterscheinung des italienischen Windspiels deutlicher an die Verwandtschaft zum afrikanischen Sloughi als mit dem in der Größe näher kommenden englischen Whippet. Aber auch die Wesenseigenschaften der italienischen Windspiele erinnern mehr an die orientalischen Windhundrassen als an die "bescheidenen", anpassungsfähigen Whippets und Greyhounds.

Wesen und Temperament

Denn nichts darf dem italienischen Windspiel entgehen und es schafft sich seinen Lebensraum, so wie es das Hündchen braucht. Die Windspielliebhaber wissen, wer das Kommando in der Mensch-Windspiel-Beziehung führt. Und wären diese Hündchen nicht so zart und klein, könnten Mensch und Hund das Fürchten lernen. Ein Windspiel in der Meute hat wenig Angst vor Gegnern. Gegenüber Fremden ist es reserviert, gegenüber fremden Hunden kann es recht keß und angriffslustig sein, obwohl es sich in einer heimischen Meute mit anderen Hunden recht wohl fühlt.

Im Freien laufen Windspiele neben ihrem Besitzer freiwillig bei Fuß, es sei es gibt einen Anlaß zur wilden Rennerei, z.B. mit anderen Winspielen oder Hunden umherjagen oder eben ein Hunderennen. Viel lieber schätzt aber das italienische Windspiel die enge Nähe seines Besitzers oder ruht im Bett . Windspiele sind echte Sonnenanbeter und lieben warme Temperaturen, obwohl sie auch bei entsprechender Aufzucht kein Mäntelchen brauchen, aber bei Kälte unbedingt in Bewegung sein müssen.

Für wilde Kinder sind die zarten aber recht herrischen Windspiele nicht unbedingt geeignet.

Haltung und Pflege

Italienische Windspiele sind äußerst pflegeleicht und haben eine relativ hohe Lebenserwartung. 15 Jahre sind keine Seltenheit und die Kondition alter Windspiele kann sich sehen lassen. Es sind angenehme Begleiter, die auf Schritt und Tritt bei ihrem Besitzer sind, am liebsten nahe an deren Herzen. Der möglichst auf Dauer bestehende enge Kontakt zwischen Windspiel und Besitzer sollte bei der Auswahl eines solchen Hündchen bedacht werden.

Ein sich zurückgesetzt empfindendes Windspiel wird mit Nachdruck quittieren, was es von dieser Art der Behandlung hält: Unsauberkeit ! Windspiele sind sehr dominante Hunde, die für ihren Besitzer nur dann eine Freude sein können, wenn der Interessent weiß, worauf er sich einläßt.

Die enge Verbindung zwischen Hund und Besitzer ist durch die Kleinheit und das geringe Gewicht des Windspiels gut möglich. Das kurze dichte und stets saubere Haarkleid ohne den typischen Hundegeruch machen ein enges Miteinander auch für den Ästheten und anspruchsvollen Liebhaber möglich. Die grazile Feinheit und der Anmut des italienischen Windspiels sind für den Liebhaber stets ein Quell der Freude. Die kompromislose Anhänglichkeit des kleinen Windhundes versinnbildlichen bedingungslose Treue.